Von Erfurt nach „Nirgendwo“ – Das Sommerpreview der anderen Art….

Heute habe ich einen recht ungewöhnlichen Auftrag erhalten. Ich soll von Erfurt losfliegen und darf die Unterlagen mit den Ziel erst in der Luft öffnen. Bis dahin soll ich zunächst auf 2000 ft steigen und nach Richtung 140 ° eindrehen. An den Start soll ich mit einen Amph-Flieger gehen. Ominös , aber da habe ich ja noch einen Scout im Hangar also los.
Ich starte als nachdem alles gecheckt ist in Erfurt.

Gleich nach dem Start schalte ich den Autopiloten ein und drehe nach 140 ein. Nervös reiße ich den Umschlag mit den Unterlagen auf.

Mein Ziel soll EWBL sein. Nein ihr braucht nicht suchen, denn EWBL gibt es nicht in der ICAO Liste. Leider müssen wir ja auch zum Buschfliegen immer nach Amiland, weil uns niemand Landeplätze in Deutschland spendiert, schon gar nicht auf dem Wasser. Nun gut das „W“ steht für Wasserlandeplatz und wie ich den Unterlagen entnehmen kann, „BL“ für Bleilochtalsperre. Schaun wir mal, was das wird.

Gemütlich fliege ich über die Ausläufer des Thüringer Waldes bis Rudolstadt auftaucht.

Danach steige ich erst mal auf 3000 ft und fliege mit Kurs Süd bis Blankenstein. Es soll auch noch etwas aufklaren, sodass ich nicht in den tief hängenden Wolken eintauche.

Hinter Blankenstein drehe ich in Richtung Norden und fliege das Saaletal hoch, was dort durch die zwei großen Taalsperren, Bleichlochtaalsperre und Hohenwarte Taalsperre über 30 km wildromatische Destinations bietet. Und bald taucht mein Ziel Saalburg auf.

Hübsch, ich beschließe erst mal eine Runde über der kleinen Stadt zu drehen.

Gefällt mir und ich drehe wieder ab um dann den zugewiesenen Anflug auf RWY 31 zu nehmen und gehe runter auf 1900 ft und danach in den Sichtanflug. Donnerwetter die haben einen besetzten Tower auf 124.675. Freigabe bekomme ich auch prompt weil den Platz noch kein Mensch kennt. :D
Am Westufer tauchen die Datschen der Bootbesitzer auf, eng bebaut, also wahrscheinlich die Möchtegernkapitäne. 8)

Rasch noch einen Blick auf das Ostufer. Dort ist das Städtchen Saalburg.

Und kurz vor dem Anflug , der über die Brücke verläuft, noch ein Blick.

Dann geht es zur Landung und die Runway ist deutlich mit Bojen markiert und gut auszumachen.

Ich taxle gemütlich zur Wasserbasis und docke am Parking 1 an. Yepp, so macht Aufbau Ost Spass :love:

Der Sprit ist hier preiswert und ich taxle vor zu Parking 2 und tanke erst mal.

Wenn das WC mal frei ist muss ich da mal hin und dann werde ich es mit hier erst mal gemütlich machen.  Langsam geht der Tag zu Ende und ich muss sehen, dass ich hier wieder weg komme. Der Tower beruhigt mich und meint hier könne man rund um die Uhr fliegen. Ich bin da skeptisch und mache erst mal eine erneuten Anflug in der Dämmerung.

Nun bin ich doch neugierig und will wissen, ob das auch bei kompletter Dunkelheit geht.
Darauf muss ich nicht lange warten und fliege erneut über ein stimmungsvolles Saalburg.

Donnerwetter, jetzt leuchten auch die Bojen und der Nachtanflug ist problemfrei machbar.

Zurück zum Parking. Ich beschließe hier die Nacht in der schöne Lodge zu verbringen und fliege dann morgen zurück.

Da soll noch mal einer sagen, man muss immer weg aus Deutschland. Hier gibt es doch schöne Ecken oder?

Übrigens so sah es vorher aus und so oder so ähnlich sieht es aus, wenn ihr jetzt losfliegt :pardon:

Das ganze nennt sich „German Waterproject“. … aber ihr müsst schon bis zum Herbst warten, denn ich mache erst mal weiter Urlaub.

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